Direkt zum Inhalt springen
  • Marcus Miertschin Dipl.-Betriebswirt (BA)-Versicherung

    Spezialist Versicherungen

     
    03591 / 594 802
     
    0163 / 677 28 33
     
Breadcrumbs
Inhalt

Was Internet, Vertreter und Bankangestellter nicht können

KlauselnVergleichsrechner im Internet für alle Belange rund um Ihre Finanzen sind ohne großen Aufwand zu finden! Auch der Weg in das nächstgelegene Versicherungsbüro oder zur Hausbank ist schnell gemacht.

Eigene Erfahrungen sowie Berichte meiner Kunden ergeben allerdings, dass bei einer Vergleichsberechnung im Internet, beim Gespräch mit dem Vertreter oder Bankangestellten z.B. für die Berufsunfähigkeitsversicherung - wie zu vielen anderen Sparten - nur folgende Fragen gestellt werden bzw. Angaben gemacht werden müssen:

  • Geb.datum
  • Berufsbezeichnung
  • Höhe der monatlichen BU-Rente
  • Endalter und manchmal 2 oder 3 mehr

...und schon hat man einen Vergleich oder ein Angebot. Prima!

Standardfragen sind uns nicht genug

Überrascht sind meine Gesprächspartner dann, wenn ich viele Fragen zu Klauseln wissen möchte. Rund 30 (!) zusätzliche Angaben zu bestimmten Klauseln (einige sind
gut für den Verbraucher, einige sind "tödlich") müssen beantwortet werden, sollen entweder auf jeden Fall enthalten sein oder auf gar keinen Fall.

Im Schadenfall wird nämlich anhand der Versicherungsbedingungen geprüft - logisch.

Wer mit entsprechender Unterstützung meinerseits nicht rechtzeitig Leistungsausschlüsse gefiltert hat, steht im Fall der Fälle womöglich allein da!

Mit falschen Angaben und Informationen bares Geld verlieren

Bei einer versicherten Berufsunfähigkeitsrente von sagen wir 1.500 EUR mtl. x 12 Monate x 30 Jahre geht es immerhin um 540.000 EUR - existenzbedrohend, und eigentlich hatte man die Versicherung genau für diesen Fall abgeschlossen.

Ob Sie im konkreten Fall und solchen Summen trotzdem auf Kulanz der Versicherungsgesellschaft hoffen dürfen, können Sie sich selbst ausrechnen!

Weder das Argument "Wir sind schon viele Jahre Kunde dort" noch "Ich habe alle meine Versicherungen dort" hilft Ihnen weiter!

Das Argument hilft sicherlich bei einem Schaden von 200 EUR, der bezahlt wird, obwohl er eigentlich nicht versichert ist. Aber ganz ehrlich: das ist nicht existenzbedrohend.

Vorsicht mit Testurteilen

Auch Testurteile wie "sehr gut" in einschlägigen Zeitschriften und in Prospekten der jeweiligen Gesellschaft sind mit Vorsicht zu genießen.

Ein "sehr gut" heißt manchmal nicht mehr als "90 % der Prüfkriterien wurden zufriedenstellend erfüllt". Interessant! Welche 10 % fehlen bzw. wurden nicht erfüllt und sorgen diese im E-Fall dafür, dass kein Leistungsanspruch besteht?

Das Problem der Vergleichbarkeit

Übrigens: Verbraucherzentralen empfehlen meist, mehrere Angebote einzuholen. Dieser Ansatz ist nicht verkehrt. Der entscheidende Mangel an dieser Idee besteht jedoch darin, dass auch die einzelnen Angebote in vielen Vertragsdetails nicht vergleichbar sind, da im Gespräch mit dem Vertreter die jeweils bei seiner Gesellschaft und Tarif vorkommenden Vorteile "verkauft" werden.

    • Altverträge Haushalt- und Gebäudeversicherungen? Nicht automatisch gut!

      Immer wieder begegnen mir in der Praxis Altverträge bei Versicherungen, namentlich Haushaltversicherungen und Gebäudeversicherungen. Hier meine ich mal wirklich alt, oft aus DDR-Zeiten und manche...

    • Staatsverschuldung? … bei wem denn eigentlich?

      Staatsverschuldung und Versicherungswirtschaft: warum Ihnen dieser Zusammenhang eigentlich nicht egal sein darf…! Wir fassen den letzten Beitrag kurz zusammen: Früher zugesagte, garantierte Zinsen...